Die ganze Wahrheit über die Finanzkrise

Warum steht nicht die absolut größte Staatsverschuldung der USA, sondern stehen kleinere Einzelverschuldungen europäischer Länder im Fokus der Finanzmärkte und der Rating-Agenturen?
Für alle diese Fragen muss es eine gemeinsame Erklärung geben. Allein die Internationalität der Finanzkrise und der ihr zugrunde liegenden Überschuldungen deutet bereits darauf hin, dass ein gemeinsamer Zusammenhang bestehen muss, dass Ursache und Auswirkungen der Finanzkrise gesteuert sein könnten, dass möglicherweise mächtige Finanzkräfte die Strippen dieser Krise ziehen.

Die große öffentliche Schuldenkrise bedroht direkt unsere Währung, unsere Ersparnisse, unseren Wohlstand, unser Wirtschaftsgefüge, unsere Betriebe, unsere Arbeitsplätze und unsere wirtschaftliche Existenz.

Die hemmungslose öffentliche Verschuldung setzte 1971 ein, nachdem die Federal Reserve Bank (FED) durch den amerikanischen Präsidenten von der Golddeckung befreit wurde, also Dollars nicht mehr nur auf Grund ihrer Goldreserven ausgeben, sondern frei und hemmungslos drucken konnte. Seitdem hat sich die Geldmenge der Welt in dreißig Jahren vervierzigfacht.
Die Geldmengenvermehrung der Dollarherrscher immer hemmungsloser geworden. So konnten die Eigentümer der privaten FED – die Goldman-Sachs-Bande – hemmungslos immer mehr Kredite verteilen und haben sich durch die Verteilung hemmungsloser Kredite an mehr als 200 Länder der Erde eine Welt-Dollar-Herrschaft errichtet, die sie durch amerikanische Stützpunkte oder Besatzungstruppen sicherten. Inzwischen sind mehr als 200 Länder der Erde der US-Hochfinanz – den Herren des Dollar-Imperiums – zins- und tributpflichtig geworden. Das, was frühere Generationen durch militärische Eroberungen erreichen mussten – nämlich die Länder untertan und tributpflichtig zu machen –, hat die Goldman-Sachs-Bande durch freie Geldschöpfung, Kreditvergabe und daraus resultierende Schuldknechtschaft erreicht. Ihr sind heute mehr als 200 Länder tribut- und rückzahlungspflichtig. Sie hat auf Krediten das größte Finanzimperium aufgebaut, welches je in der Geschichte entstanden ist.
Die Umverteilung neuer Gaben an die Bürger durch Schulden war also von Seiten der Kreditgeber ein gezieltes Herrschaftsmittel, um Staaten und ihre Bürger in Schuldknechtschaft zu treiben, tributpflichtig zu machen und als Vasallen beherrschen zu können.
Wie unsere Pendants in der Mafia bieten wir einen Dienst oder eine Gefälligkeit an, das kann z. B. ein Kredit zur Entwicklung der Infrastruktur sein,
An die Kredite ist die Bedingung geknüpft, dass die Ingenieurfirmen und Bauunternehmer aus unserem Land (USA) all diese Projekte bauen. Im Prinzip verlässt ein Grossteil des Geldes nie die USA. Es wird einfach von Banken in Washington an die Ingenieurbüros in New York, Houston oder San Francisco überwiesen. Obwohl das Geld fast umgehend an Unternehmen zurückfließt, die zur Korporatokratie (Hochfinanz) gehören, muss das Empfängerland alles zurückzahlen.
der Schuldner nach einigen Jahren seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, dann verlangen wir, wie die Mafia, unseren Anteil. Dazu gehört vor allem die Kontrolle über Stimmen in der Uno, die Errichtung von Militärstützpunkten oder der Zugang zu wichtigen Ressourcen wie Öl.

Auch in der Schuldenkrise kann man das gleiche Muster wieder erkennen, z. B. war Griechenland nur durch Betrug von Goldman Sachs überhaupt in die EU gekommen, wurde von dort mit bis zu 380 Milliarden Euro Krediten gefüttert.
Hier wurde auch keine Hilfe geboten, sondern die Gelder gingen gleich weiter aus den Schuldknechtschaftsländern an die Gläubigerbanken der Hochfinanz. Praktisch war also die gesamte Rettungsaktion keine Rettungsaktion zugunsten der Schuldnerländer, sondern zugunsten der US-Finanzhyänen.

Jede Lösung der Finanzkrise muss die Zinsknechtschaft erhalten

Die Schuldenkrise in Europa hat sich seit Jahrzehnten aufgebaut. Sie wird jetzt immer dann von den amerikanischen Rating-Agenturen hochgezogen, wenn der Dollar absackt, wenn die Überschuldung der USA im Weltbewusstsein zum Vertrauensverlust des Dollars führt. Dann fließen nämlich den USA nicht mehr die notwendigen jährlich 400 Milliarden Dollar aus dem Ausland zu, welche die USA brauchen, um zahlungsfähig zu bleiben (überschuldet sind sie längst). Wenn also der Dollar an Vertrauen verliert, muss der Euro noch stärker an Vertrauen verlieren, damit die Spekulanten nicht vom Dollar in den Euro flüchten. Die US-Hochfinanz braucht also die Euro-Krise, um das Dollar-Imperium zu halten.
Auf Weisung aus den USA soll die EU die Schuldenkrise europäisch lösen. Dahinter steht das Streben, die verschuldeten Länder durch Beiträge und Bürgschaften der noch nicht überschuldeten Länder vorerst zahlungsfähig zu erhalten. Dahinter steht aber auch das Ziel des Weltfinanzimperiums, mit Hilfe von Bürgschaften aus Einzelschulden der überschuldeten Länder Gesamtschulden aller europäischen Länder zu machen und damit die noch nicht überschuldeten Länder mit in die Schuldknechtschaft zu treiben. Dazu werden angebliche Rettungsschirme und der ESM initiiert, um die Schulden zu sozialisieren, insbesondere Deutschland mit in die Überschuldung
zu treiben und alle Länder für die Kredite der US-Hochfinanz haften zu lassen.

Und nun: Die Notenpresse auf Hochtouren?

In den USA selbst wird die Lösung der Überschuldung durch Geldschwemme angestrebt. Das Geld soll um so mehr vermehrt werden, je höher die Schulden wachsen, «um die Schulden in Geldmenge zu ertränken». Dies wird über die EZB auch in Europa durchzuführen versucht. Der ESM («Europäische Schuldenmaschine») ist nichts anderes als eine solche Geldvermehrungsmaschine.
Die Geldvermehrung in Europa ist auch deshalb notwendig, damit die Wechselkurse des Dollars bei dessen hemmungsloser Vermehrung nicht zu sehr absacken.
Geldmengenvermehrung bedeutet aber immer auch Inflation. Eine fortschreitende und später galoppierende Inflation ist also programmiert. Jede galoppierende Inflation führt irgendwann aber auch zur Währungsreform, zur Auflösung des Geldwertes.
Faszinierend für die Hochfinanz ist bei diesem Weg, dass ihre relative Schuldknechtschaft – die Macht über die Länder – sowohl bei galoppierender Inflation als auch bei einer Währungsreform erhalten bleibt. Der Weg über Geldmengenvermehrung, Inflation und Währungsreform vernichtet nur das Finanzvermögen der Bürger, erhält aber die Schuldherrschaft des Finanzimperiums.

Verlierer in jeder Inflation und Währungsreform sind alle Geldwertinhaber, alle Inhaber von monetären Werten.
Auch alle Transferleistungsempfänger und Empfänger laufender Unterhaltszahlungen werden durch Geldentwertung geschädigt.
Viele bisher wohlhabende Menschen werden dadurch arm werden, vor allem in ihrem Finanzvermögen, während die Sachwertbesitzer nur dann verlieren, wenn der Staat ihnen Ersatzsteuern auferlegt (Lastenausgleich).
Erst eine Währungsreform wird die Scheinblüte und die öffentliche Üppigkeit sowie das Leben von öffentlichen Gaben beenden und viele Völker wieder verarmen lassen. Die Völker werden sich danach zwangsläufig entweder wieder von der Transferleistungsgesellschaft zur Leistungsgesellschaft zurückentwickeln müssen, oder sie werden international aus dem Wettbewerb ausscheiden und verarmen.
Nächster Irrweg: Krieg?
Es könnte allerdings in Kürze auch noch ein ganz anderer Ausweg beschritten werden, der oft schon Diktatoren als letzter Ausweg erschien, wenn sie praktisch mit dem Rücken zur Wand standen: Es ist kein Geheimnis, dass Israel Krieg noch in diesem Jahr will. Der amerikanische Kriegsminister Panetta rechnet mit einem Überfall Israels auf Iran «zwischen April und Juni dieses Jahres». Allerdings hängt dies nach seiner Ansicht davon ab, wie lange der Mossad und die Insurgenten in Syrien brauchen, bis dieses Land entweder «befriedet» oder zumindest so destabilisiert ist, dass von Syrien auf die Nordgrenze Israels keine Gefahr mehr droht. Erst dann könne Israel gegen Iran losschlagen.
Würde diese Kriegsalternative noch in diesem Jahr Wirklichkeit, wäre damit der dritte Weltkrieg angezettelt. Die USA sind vertraglich zur Hilfe Israels verpflichtet, und die Nato ist schon lange kein Verteidigungsbündnis mehr, sondern eine Hilfstruppe der US-Macht, wäre also finanziell, mit Soldaten und Technik mit dabei. Ein solcher Krieg würde die derzeitige Weltfinanzkrise überspielen. Immer haben im Krieg Finanzdinge keine Rolle gespielt, weil die Angreifer auf Sieg und auf die Beute hofften. Die USA haben sich zudem zweimal aus größten Wirtschaftskrisen durch Kriege und Kriegsbeute zur führenden Wirtschaftsmacht der Welt entwickelt. Warum sollten sie es nicht ein drittes Mal versuchen?
Allerdings würde ein Krieg die Golf-Ölversorgung gefährden und wohl den Ölpreis in der Welt sofort verdoppeln oder sogar verdreifachen mit allen daraus folgenden Preis-Kosten- und Wohlstandsfolgen.
Ob bei einem Überfall auf Iran die mit diesem verbündeten Russen, Chinesen und Pakistaner untätig bleiben würden, erscheint ebenso fraglich, zumal sie auf das Öl Irans angewiesen sind.
Diese kriegerische Lösung der Finanzkrise wäre von allen Alternativen die schädlichste (dritter Weltkrieg). Dagegen wäre eine friedliche Inflation und Währungsreform noch das «geringere Übel».

Quelle: Prof. Dr. Eberhard Hamer

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Über michaelkapitan

Philosoph und Bürgerrechtler
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